Fazit: West Wing Staffel 1

Nun habe ich die erste Staffel der amerikanischen Politdrama-Serie „West Wing“ gesehen.

Zunächst einmal die Folgenübersicht (mit Verlinkungen zu den Rezensionen) und die Bewertungen:

Folge 1 – Pilot 4 Punkte
Folge 2 – Post hoc, ergo propter hoc 3 Punkte
Folge 3 – A proportional response 4 Punkte
Folge 4 – Five votes down 4,5 Punkte
Folge 5 – The crackpot and these women 3,5 Punkte
Folge 6 – Mr. Willis of Ohio 4 Punkte
Folge 7 – The state dinner 3,5 Punkte
Folge 8 – Enemies 4,5 Punkte
Folge 9 – The short list 5 Punkte
Folge 10 – In excelsis deo 4,5 Punkte
Folge 11 – Lord John Marbury 5 Punkte
Folge 12 – He shall from time to time 4 Punkte
Folge 13 – Take out the trash day 4 Punkte
Folge 14 – Take this Sabbath day 5 Punkte
Folge 15 – Celestial Navigation 4,5 Punkte
Folge 16 – 20 hours in LA 4 Punkte
Folge 17 – The white house pro am 4 Punkte
Folge 18 – Six meetings before lunch 4 Punkte
Folge 19 – Let Bartlet be Bartlet 5 Punkte
Folge 20 – Mandatory Minimums 4 Punkte
Folge 21 – Lies, damn lies and statistics 4,5 Punkte
Folge 22 – What kind of day has it been? 3 Punkte
Gesamtbewertung 4,2 Punkte

Die erste West Wing Staffel kommt somit auf ein mehr als sehr gutes Ergebnis. Sie übertrumpt sogar noch das Ergebnis der ersten Akte-X-Staffel (s.u.). Im Gegensatz zu dieser hat „West Wing“ deutlich weniger 5-Punkte Episoden. Allerdings – und das ist das eigentlich außergewöhnliche an dieser Staffel – gibt es auch keinen einzigen Hänger. Das schlechteste Ergebnis sind gute 3 Punkte! Teilweise war es wirklich schwer, zu einer Bewertung zu kommen. Denn die Episoden zeichneten sich alle durch die gelungenen Charaktere aus. Schon von der ersten Episode an, waren die Schauspieler überzeugend. In einer „Star Trek“-Serie dauert das in der Regel mindestens eine Staffel. Es gibt in jeder Folge mehrere Handlungsstränge. Das macht die Episoden ungemein abwechslungsreich. Zumal man nicht nur Gesetze begleitet. Der Fokus liegt häufig auf den Charakteren. Das ist auch gut so, denn diese sind – wie bereits erwähnt – sehr gelungen. Die Dialoge sind ebenfalls fast immer gelungen. Es wird viel geredet – für eine Politikserie wohl keine Überraschung. Dabei schwingt aber immer eine starke Prise Ironie mit. So passiert es immer wieder, dass man während des Sehens lautstark anfangen muss zu lachen. Aber auch die Geschichten, die sich dann um die eigentlich Politik drehen, sind wirklich gelungen. Ob es die Nominierung des Verfassungsgerichtsrichters, der Kampf um ein Waffenverbot oder der Kampf um eine Neustrukturierung der Parteienfinanzierung ist, kaum eine Geschichte weiß nicht zu überzeugen oder wirkt übertrieben. Selbst die militärischen Konflikte, um die sich die Bartlet-Administration immer wieder kümmern muss, wirken authentisch, obwohl sie in Wirklichkeit nie stattgefunden haben. Im Laufe der Staffel baut sich zwischen den Charakteren eine wunderbare Stimmung auf. Sie interagieren und sind so authentisch wie ich es in keiner anderen TV-Serie erlebt habe. Einfach klasse. Man kann eigentlich sagen, dass die Serie von den wunderbaren Figuren und den genialen Dialogen lebt. Das ist sehr bemerkenswert, schließlich tun sich Fernsehserien in der Regel mit mindestens einem dieser Punkte eher schwer. Natürlich sollte man sich ein wenig für Politik interessieren. Aber auch wenn man sich nicht für Politik interessieren würde, „West Wing“ würde das garantiert ändern. Denn hier wird gezeigt, dass Politik in erster Linie von Menschen gemacht werden. Menschen mit Gefühlen, Witz und Ambitionen und natürlich Menschen, die häufiger mal Niederlagen einstecken müssen. „West Wing“ macht einfach Spaß. Und es verwundert wohl nicht, dass ich mir die restlichen Staffelboxen bereits besorgt habe. Mögen die weiteren Staffeln so gelungen sein wie diese erste Staffel… Bisherige Staffeln im Vergleich

West Wing Staffel 1 4,2 Punkte sehr gut
Akte-X Staffel1 4,1 Punkte sehr gut
Deep Space Nine Staffel 2 3,9 Punkte knapp sehr gut
Star Trek: Enterprise Staffel 2 3,1 Punkte gut
Deep Space Nine Staffel 1 2,9 Punkte knapp gut
Clone Wars Staffel 1 2,3 Punkte knapp durchschnittlich

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