The state dinner (West Wing Folge 7)

Inhalt: Ein Staatsbankett mit dem Präsidenten Indonesiens bahnt sich an. Toby und John müssen dabei den Toast für den Präsidenten schreiben. Gerade Toby pocht dabei darauf, dass auch Indonesiens mangelnde Demokratie angekreidet wird. Gleichzeitig möchte er jedoch von dem Chief of Staff des indonesischen Präsidenten einen Gefallen. Ein schwieriges Spiel…
Derweil muss Präsident Bartlett einsehen, dass es Dinge gibt, die er nicht alleine lösen kann. Denn während des Banketts gerät eine amerikanische Kriegsflotte mit 12 000 Mann Besatzung in einen Hurricane, die Gewerkschaften und die Transportunternehmen streiten sich und eine Geiselbefreiung des FBIs scheitert…

Kritik:: Wieder einmal wird angesprochen, dass Menschenrechtsverletzungen bei anderen Nationen akzeptiert werden, solange diese strategisch wichtig für die USA sind. Diesmal wird Toby aber sehr direkt gezeigt, was passieren kann, wenn er solche Nationen beleidigt. Sehr schön gelungen.

Bartlett muss lernen, dass er nicht alle Probleme lösen kann. Dabei tritt in dieser Folge zum ersten Mal seine Gattin auf, die ihn auch noch einmal darauf hinweißt.

Besonders gelungen ist dabei die Szene, in der Bartlett mit einem Lieutenant der Flotte im Hurricane spricht. Die beklemmende Atmosphäre, die sowohl in dem Schiff als auch im Präsidentenzimmer herrschen muss, wird sehr gut deutlich.

Mandy, die Beraterin des Staffs, muss einsehen, dass man auf friedlichem Weg bei weitem nicht alles erreichen kann. Sie möchte bei der Geiselbefreiung zunächst mit den Tätern verhandeln. Durch ihr Drängen wird ein Verhandlungsführer zu den Geiselnehmern geschickt, der mit mehreren Kugeln erschossen wird. Man merkt Mandy deutlich an, dass für sie eine Welt zusammenbricht.

So müssen in dieser Folge also drei Leute lernen, dass sie nicht immer auf dem moralisch richtigen Weg ihre Ziele erreichen können. Manchmal muss man sich wohl verbiegen, resignieren bzw. den härteren Weg wählen.
Das ist eine relativ negative Einsicht, die aber durch einige nette Szenen wieder aufgelockert wird. “The state dinner” ist daher eine gute, aber knapp keine sehr gute Folge. 3,5 von 5 Punkten.

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