Ein Planet wehrt sich (Next Generation Folge 18)

Inhalt: Die Enterprise besucht den Planeten Velara-Drei, um das dortige Terraforming-Projekt zu begutachten. Der Leiter des Projektes, Kurt Mandl, reagiert auf den Besuch äußerst reserviert. Kurz darauf kommt es zu einem Unfall in der Anlage: Ein Wissenschaftler wird von einem Laser getötet. Data findet rasch heraus, dass das keine Störung war, der Laser wurde manipuliert. Bei der Suche nach dem Verursacher finden Data und Geordi eine nicht-organische Lebensform, die sie mit an Bord der Enterprise nehmen. Dort beginnt die Lebensform, sich zu vermehren und erklärt der Crew den Krieg. Sie nimmt nämlich (zurecht) an, dass sie die Terraformer unterstützt. Diese haben in ihren Bemühungen, den Planeten für Menschen bewohnbar zu machen, aber der Lebensform ihre Lebensgrundlage genommen. Der Lebensform gelingt es, der Enterprise Energie abzuzapfen. Erst als die Crew herausfindet, dass die anorganische Form ohne Licht nicht leben kann, hat sie eine Möglichkeit, ihren Gegner zu Gesprächen zu bewegen. Am Ende verhängt Picard auf Wunsch der Anorganischen eine 300 Jahre dauernde Quarantäne über den Planeten, erst danach möchte man wieder in Kontakt miteinander treten.

Kritik: Es überrascht nicht, dass auf der Terraforming-Station etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Zu offensichtlich wirkt die Reserviertheit des Direktors gegenüber der Enterprise-Besatzung. Das ist dann leider auch das Hauptproblem der Episode. Noch immer gelingt es der Serie kaum, Spannung aufzubauen. Die Handlung ist vorhersehbar, das anorganische Leben wirkt nicht wirklich bedrohlich und trotzdem verweilt die Kamera ständig lange auf den Gesichtern der Brückencrew, auf denen sich kaum Emotionen abzeichnen.

Dennoch ist die Episode gut, da die Geschichte interessant ist. Erst einmal muss die Crew schließlich herausfinden, dass sie es mit einer Lebensform zu tun hat. Dabei wendet Crusher Kriterien an, die nach und nach erfüllt werden. Zudem bleibt der Konflikt mit den Terraformern bestehen. Diese stehen natürlich auf dem Standpunkt, nichts Falsches gemacht zu haben. Die Sternenflotte hat den Planeten frei gegeben und ihnen bestätigt, dass es dort keinerlei Leben gibt. Warum hätten sie also vom Gegenteil ausgehen sollen? Erst später wird klar, dass einige Forscher durchaus geahnt haben, eine Lebensform vor ihren Augen zu haben.

Den darauf folgenden Konflikt mit der anorganischen Lebensform einen Krieg zu nennen, wirkt übertrieben. Zwar ist die Enterprise gefährdet, der Konflikt ist von einem Kriegszustand aber noch weit entfernt. Außerdem entsteht dadurch kaum Spannung: Zu abstrakt wirkt die Bedrohung durch die Lebensform. Die Auseinandersetzung verdeutlicht immerhin die Philosophie der Sternenflotte. Obwohl das Leben aller auf dem Spiel steht, lassen sich die Offiziere nicht provozieren. Bei allen Überlegungen steht das Wohl der anorganischen Lebensform im Mittelpunkt. „Ein Planet wehrt sich“ verdeutlicht daher eindrucksvoll die utopische Idee der Serie.

Die Handlung der Folge kann also überzeugen, die Umsetzung leider nicht ganz. Es fehlt der Folge schlicht an Spannung, bereits eine kleine Nebenhandlung, statt zu langer Blenden auf die Charaktere hätte hier geholfen. Trotzdem ist „Ein Planet wehrt sich“ eine gute Episode. 3 von 5 Punkten.

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