Messis (von Ansgar Back / Maddrax Band 439)

mx439Matt, Aruula und Xaana sind gerade erst von Aquus mithilfe einer improvisierten Raumfähre entkommen, da werden sie von den Friedenswahrern kontaktiert. Es ist das erste Mal, dass die Herrscher des Ringplaneten mit den Gefährten Kontakt aufnehmen. Die Friedenswahrer bieten ein Treffen auf Messis an. Dort wollen sie Matt und seine Begleiterinnen in ihre Pläne einweihen und den Konflikt beenden. Aruula wittert eine Fall, doch Matt geht auf das Angebot ein. Kurz vor dem Treffen verüben die aufständigen Kontras jedoch einen Anschlag auf die Steuerungseinheit des Planeten und die Avatare der Verhandlungsführer fallen leblos zusammen. Die Einwohner Messis denken daher, Matt und seine Gefährtinnen seien Mörder und jagen sie über den paradiesischen Planeten. Den drei Reisenden bleibt nur die Möglichkeit an einen lichten Ort zu flüchten, den die Bewohner von Messis meiden – aus einem guten Grund.

Die Kontaktaufnahme der Friedenswahrer ist nach 39 Bänden unter dem Einfluss dieser fremdartigen Wesen eine überraschende Wendung. Es ist längst überfällig, dass der Leser sowie Matt und seine Gefährten etwas über die Motive der Friedenswahrer lernen. Bisher weiß man lediglich, dass sie Probanden aus der ganzen Galaxie in ihr System holen, deren Erinnerung löschen, um Konflikte zu verhindern, und anschließlich Tests an den Probanden durchführen. Ziel und Zweck dieser Übung sind jedoch (noch) nicht bekannt. Auch in dieser Episode erfährt man darüber nichts Neues. Doch die Kontaktaufnahme ist ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Messis ist voraussichtlich nach Transfer, Aquus, Binaar und Botan die letzte Reisestation in der Odysee durch das System der Friedenswahrer. Einmal mehr gelingt es der Serie ein eindrucksvolles Setting für die kommenden Romane zu errichten. Von seinen Bewohnern wird Messis als Paradies angesehen, das alles zum Leben notwendige bereitstellt. Daraus folgt eine starke Religiösität, die die Friedenswahrer als Initiatoren mit einzuschließen scheint. In diesem frohen Szenario gibt es jedoch einen dunklen Fleck. Inmitten der lichtesten Stellen des Planeten fürht ein grausames Monster sein Unwesen, verbreitet Angst und Schrecken und tötet jeden, mit dem es in Berührung kommt.

Dieses Monster wird jedoch überraschend schnell von Aruula besiegt. Zunächst scheint es daher als gehe dem Roman bereits zur Heftmitte die Puste aus. Doch dieser Eindruck trügt. Denn das Monster hinterlässt irrationale Angstgefühle bei allen Wesen, die es berührt. In der Folge muss Aruula mit ihrer Paranoia – auf der Flucht vor den Einheimischen des Planeten – umgehen. Außerdem entdeckt das Trio eine Familie, die durch eine Begegnung mit dem Monster verstreut und verstört wurde. Dieser Handlungsstrang erscheint zunächst wie eine Nebenhandlung, schwingt sich aber zum Ende zum Kernstück dieser Episode auf. Die sensible und eindringliche Darstellung der Familie aus der Sicht des Vaters ist sehr gut gelungen und die Handlung rundet die spannende Erkundung der letzten Reisestation im Friedenswahrersystem sehr gut ab.

„Messis“ ist damit ein spannender und handlungsreicher Roman, der mit einer ruhigen und dennoch faszinierenden zweiten Romanhälfte überrascht und sehr gut unterhält.

 

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