Menschenjagd (von Christian Schwarz / Maddrax Band 424)

Mx424Auf Binaar überschlagen sich die Ereignisse: Die Renegaten bereiten ihren großen, ominösen Plan vor. Derweil sind die Initiatoren Matt und Aruula und auch den Renegaten auf der Spur. Im Hintergrund sucht der Smythe-Roboter nach einem Weg, sich an Matt und Aruula zu rächen. Außerdem versucht eine weitere Partei, möglichst vielen Robotern Loyalitätschips zu implementieren, um so die Macht auf Binaar zu übernehmen. Matt und Aruula sind in den Händen, die sie am liebsten umbringen möchten. Doch der mächtige Roboter One beschützt sie noch.

„Menschenjagd“ ist der verdichtete Abschluss vieler Handlungsstränge auf dem Planeten Binaar. Matt und Aruula haben hier viele Roboterfraktionen gegen sich aufgebracht, die nun alle Jagd auf sie machen. Gleichzeitig haben sie sich die Schuld des mächtigen Ones erworben, der sie nun beschützt. Da sie jedoch wissen müssen, wie die Renegaten den Planeten verlassen wollen, müssen sie sich in Lebensgefahr begeben. Die Jagd der verschiedenen Fraktionen auf die Menschen ist sehr verdichtet erzählt, erscheint aufgrund der vielen Akteure etwas hektisch und ist dennoch (oder gerade deswegen) sehr spannend zu lesen.

Allerdings sind die vielen verschiedenen Auftritte teilweise etwas verwirrend und manchmal wirkt die Geheimniskrämerei einiger Akteure etwas aufgesetzt. Völlig unverständlich ist die Einführung einer weiteren, zuvor unbekannten Fraktion. Diese setzt vereinzelten Robotern Loyalitätschips ein und hofft auf diese Weise irgendwann die Macht auf Binaar zu erringen. Angesichts der vielen bereits etablierten Fraktionen erscheint dieser Auftritt willkürlich und unnötig.

 

Letztlich ist der vermutliche Abschluss der aktiven Handlung auf Binaar dadurch nicht ganz überzeugend. Binaar hat seit Band 417 das Bild einer faszinierenden Robotergesellschaft gezeichnet. Hier wird dieses Thema überzeichnet. Außerdem erscheint der Abschied wie einst auf Terminus überstürzt. Anstatt offene Handlungsstränge auf Binaar zu beenden, wird wie erwähnt viel Platz für eine neue Fraktion verwendet. Hier hätte man diesem Setting zu einem überzeugenderen Abschluss verhelfen können.

Immerhin gelingt Schwarz der Cliffhanger des Romans sehr gut: Die Renegaten verlassen ganz plötzlich den Planeten, selbst One ist darüber nicht informiert. Für Matt und Aruula beginnt ein Wettstreit gegen die Zeit – der in diesem Band natürlich nicht beendet wird. Nach einem inhaltlich durchschnittlichen aber sehr spannenden Roman ist dies immerhin eine sehr überzeugende Einladung zum Weiterlesen.

 

One Comment

Add a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert