Sonnenstürme – Die Saga der Sieben Sonnen Teil 3 (von Kevin J. Anderson)

sonnenstürmeDer dritte Teil der „Saga“ schließt nahtlos an den Vorgänger an. Hydroger und Faeronen kämpfen gegeneinander und hätten die Menschen beinahe vergessen, würden diese die Kikliss-Fackel nicht immer wieder einsetzen, um die Hydroger zu schwächen. Doch jeder offene Angriff endet mit einer Niederlage, weswegen sich der Vorsitzende der kosmischen Hanse gezwungen sieht, eine zweite, „siegreiche“ Front zu schaffen.

Die größte und einzige Stärke des dritten Romans ist seine weiterhin flüssige und dynamische Handlung. Immer geschieht etwas, die zahllosen Charaktere sorgen für viel Stoff. Gleichzeitig entstehen neue Fronten. Die Hanse greift die Roamer an, um „Erfolge“ vorzuweisen und im Ildiranischen Reich bahnt sich eine Rebellion an. Die Handlung wirkt dadurch immer in einem reecht zügigen Fluss.

Unter Strich kommt dabei jedoch kaum etwas heraus. Im Gegenteil, die Haupthandlung stagniert, es kommt nicht einmal zu weiteren Enthüllungen. Sowohl der Krieg gegen die Roamer als auch die Rebellion bei den Ildiranern wirken eher wie eine künstliche Verlängerung einer dünnen Story.

Der Roman wirkt deswegen dynamisch, weil das Lesetempo sehr hoch ist. Das wird aber nicht nur durch den einfachen Stil, sondern auch durch regelmäßige Wiederholungen, die man leicht überlesen kann, erzeugt. Es spricht ja nichts dagegen, zu Beginn des Romans in einigen Kapiteln noch einmal zu wiederholen was bisher geschehen ist. Aber wenn das bei fast jedem der vielen Charaktere geschieht und teilweise die bisherige Handlung aus zwei, drei Perspektiven wiederholt wird, dann ist das zu viel.

Wie im vorherigen Roman ist der Hauptkritikpunkt, dass die Charaktere sich nicht entwickeln. Lediglich bei dem Gefangenen Fitzpatrick scheint sich ein kleiner Mentalitätswandel anzubahnen, da er in seiner Gefangenschaft bei den Roamern etwas über die Vorzüge eines Lebens in Freiheit kennenlernt. Diese Entwicklung ist jedoch so langsam, dass sie kaum auffällt.

Auch „Sonnenstürme“ bietet lediglich die Basis, auf die eine energische Fortsetzung bauen könnte. Die Fronten werden hier ein Stück weiter geklärt, gelöst wird kaum etwas. Nach drei 600-Seiten Romanen ist das eine schwache Leistung.

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