Ein kühner Plan (Deep Space Nine Folge 129)

Inhalt: Der Krieg gegen das Dominion stagniert. Während Dominion und Cardassianer lediglich daran arbeiten, die Minen bei Deep Space Nine zu entschärfen, um den Krieg endgültig für sich zu entscheiden, greift die Allianz immer wieder an, um sich kurz darauf zurückzuziehen. Es ist klar, für die Moral ist es extrem wichtig, dass Föderation und Klingonen bald einen wichtigen Sieg einfahren. Sisko plant genau das: Er will Deep Space Nine zurückerobern, um endgültig die Kontrolle über das Wurmloch zu übernehmen.
Auf Deep Space Nine muss die Widerstandszelle jedoch feststellen, dass es nur noch wenige Tage bis zur endgültigen Deaktivierung des Minenfeld ist. Durch einen Trick kann die Botschaft zu Sisko gebracht werden. Der muss alle Pläne über Bord werfen und mit einer viel zu kleinen Flotte versuchen, die Station zurückzuerobern…

Kritik: „Ein kühner Plan“ ist eine durchgehend spannende Episode, obwohl es sehr schlecht um die Föderation steht. Das Minenfeld ist so gut wie deaktiviert, die Widerstandszelle ist handlungsunfähig und Odo steht den Gründern noch immer sehr Nahe.

Kira bringt in dieser Episode jedoch wieder Ziyal mit ins Spiel. Nachdem sie erfährt, dass Rom umgebracht werden soll, bittet sie Ziyal bei ihrem Vater Einspruch einzulegen. Damit steht Ziyal mal wieder zwischen allen Fronten. Denn ihr Vater kann diesem Wunsch natürlich nicht nachkommen, was mal wieder zu einem Bruch zwischen den Beiden führt. Hinzu kommt noch, dass Dukats Stellvertreter Damar zunehmend verärgert darüber ist, dass sein Vorgesetzter seine Tochter vor die Kriegsanstrengungen stellt.

Odo wird von der Gründerin immer weiter eingespannt. Es gibt zwar Anzeichen, dass er versucht, ihr die Lebensweise der „Solids“ nahe bringen möchte, aber es ist offensichtlich, dass das scheitert. Jedes Mal wenn er Kira begegnet, wird jedoch klar, dass er noch immer Gefühle für sie hat. Zum Ende der Episode möchte er sich bei ihr entschuldigen, doch sie nimmt diese Entschuldigung nicht an. Das ist sogar verständlich, schließlich steht Rom kurz vor der Hinrichtung. Allerdings ist Odo zur Zeit die einzige Chance, dass die Widerstandszelle noch Erfolg haben kann. Obwohl ihm nicht komplett vertraut werden kann, hätte sie zumindest mit ihm reden müssen. Andererseits wurde Kira schon immer als sehr emotional dargestellt, weshalb ihr Verhalten durchaus verständlich ist.

Es scheint Odo mit seiner Entschuldigung jedoch relativ ernst zu sein. Er sehnt sich nach der Verbindung, aber Kira liegt ihm immer noch am Herzen. Die Überzeugungsarbeit der Gründerin ist also nicht komplett erfolgreich. Das ist gut, denn alles andere, wäre nicht wirklich glaubwürdig.

Die Episode endet mit der Konfrontation zwischen einer Föderations- und einer Dominion-Flotte, wobei die Dominion-Flotte doppelt so groß ist. Nach einer spannenden Episode, deren Schwäche höchstens darin liegt, dass sie nun einmal der erste Teil eines Zweiteilers ist, folgt also noch ein spannender Cliffhangar. Eine rundum gelungene Episode. 5 von 5 Punkten.

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