17 People (West Wing Folge 40)

Inhalt: Toby wundert sich, warum der Vize-Präsident so schnell der Bartlet-Regierung geholfen hat und vor allem, warum er Umfragen darüber erstellt hat, wie seine Chancen bei einer Präsidenten-Wahl wären. Leo versucht zunächst noch ihm zu erklären, dass das nichts zu bedeuten habe. Doch nach sechs Tagen lenkt er ein und überzeugt den Präsidenten, dass Toby von dessen Krankheit erfahren muss…

Kritik: Leo überzeugt den Präsidenten vor allem dadurch, dass man an Toby erkennen könnte, wie der Rest des Teams und eventuell gar der Rest der amerikanischen Bevölkerung reagieren könnte. Es ist daher sehr verständlich, dass Bartlet verärgert über Tobys negative Reaktion ist. Die ist allerdings auch etwas übertrieben, beschuldigt er den Präsidenten doch eines „Coup d’Etat“. Letztendlich beruhigt sich Toby aber natürlich wieder. Er fühlt sich durch den Präsidenten jedoch getäuscht.

Die Episode besteht eigentlich nur aus Treffen zwischen Toby, Bartlet und Leo. Bartlet wird immer wieder rausgerufen, da man an verschiedenen Flughäfen Terroristen-Warnungen hat und er reagieren muss. Dadurch wirkt die Zeit sehr lang.

Derweil versucht der Rest des Teams eine witzige Rede zu schreiben und überlegt sich Witze. Es ist bezeichnend, dass die Witze, die ihnen einfallen bei weitem nicht so witzig sind, wie die alltäglichen, zynischen Unterhaltungen im „West Wing“. Und das passt auch zu der Stimmung der Episode: Die ist nämlich ebenfalls eher düster.

So hat man in dieser Episode ein merkwürdiges Kontrastprogramm. Auf der einen Seite die ernsthafte Unterhaltung zwischen Bartlet und Toby, die sogar in Schreiorgien abzudriften droht, und auf der anderen Seite eine Gruppe, die sich Witze ausdenkt. Leider wirkt das in dieser Folge nicht richtig stimmig.

Dennoch ist jeder Handlungsstrang für sich sehr gelungen. Man merkt dem Präsidenten, der ja von der (noch harmlosen) Krankheit betroffen ist, an, dass Toby nicht daran denkt, dass er eigentlich der Leidtragende ist, da er die Krankheit hat. Aber er realisiert auch, dass vermutlich ganz Amerika so denken wird.

Mit dieser Episode wissen nun 17 Leute von Bartlets Krankheit. Der Zuschauer erfuhrt von der noch harmlosen Krankheit In der ersten Staffel und hatte es beinahe wieder vergessen, bis Lady Bartlet das Thema nach der „State Of The Union“-Rede wieder auf die Tagesordnung holte. Nun scheint ein Stein ins Rollen gekommen zu sein. Das ist eine gute Sache, schließlich gibt es somit so etwas wie eine „übergreifende Handlung“ zwischen den Einzelepisoden. Diesmal ist es aber ein eher schwaches „sehr gut“, das die Episode bekommt. Das liegt aber nicht an der schwachen Geschichte, sondern an den beiden Handlungssträngen, die kaum in eine Episode gehören. Ohne die lahme „Witz“-Geschichte hätte die Folge locker die Höchstpunktzahl bekommen können. 4 von 5 Punkten.

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