The Poor Kid (South Park)

Cartman denunziert Kennys Familie bei einer Fernsehsendung, die „white trash“-Familien ihre Kinder wegnehmen. Kenny und seine Geschwister werden daher in eine Pflegefamilie gebracht. Cartman sucht sofort nach dem nächstärmsten Kind an der Schule, um dieses zu hänseln. Unglücklicherweise kommen seine Berechnungen zu dem Ergebnis, dass er nun das ärmste Kind an der Schule ist. Als seine Mutter sich weigert, mehr als ihre zwei Jobs zu machen, denunziert er auch sie und kommt in Kennys Pflegefamilie. Das ist jedoch ein agnostisches Paar, dass die Kindern zum Zweifeln zwingt oder sie sonst hart bestraft.

„The Poor Kid“ ist das Staffelfinale der 15. „South Park“-Staffel. Die Folge steht eigentlich exemplarisch für eine durchschnittliche Staffel. Die Geschichte um dämlich agierenden Polzei- und Jugendamtsbehörden gepaart mit einer schrägen Pflegefamilie, ist ganz amüsant. Allerdings ist die Episode weder besonders witzig noch besonders bissig.

Viele Szenen der Folge sind an amerikanische Fernsehsendungen angelehnt. Dabei wird beobachtet, wie Kinder von der Polizei aus ihren Familien gerissen werden. Dabei müssen die Eltern immer in die Kamera sagen „I’am white trash and I’m in trouble“. Das ist am Anfang witzig, ödet zum Schluss aber eher an. Putzig ist allein, dass alle Beteiligten bereits wissen, was sie zu sagen haben.

Die agnostische Familie ist eine relativ gelungene Idee. Sie zwingen die Kinder dazu, keine klaren Aussagen zu machen. Sie trinken nur Dr. Peppers Cola, weil sie weder Coca noch Pepsicola ist. Beim Tischgebet werden alle religiösen Möglichkeiten bedacht und wer eine eindeutige Aussage macht, kommt in die Folterkammer.

Doch aus der eigentlich guten Idee entstehen kaum lustige Szenen. Kenny übernimmt schnell seine Superheldenidentität, um seine Schwester zu schützen. Dadurch denken die Kinder, es gebe einen Engel und werden von den Pflegeeltern bestraft. Kennys Superheld ist hier jedoch ehe langweilig und nicht witzig.

Der Jugendhelfer, der die Kinder betreut, ist zwar völlig unfähig, er ist jedoch bei weitem nicht überzeichnet genug, um witzig zu sein. Stattdessen nervt auch er bei seinem zweiten Auftritt bereits.

Daher steht „The Poor Kid“ für ein Symptom dieser Staffel. Gute Ideen gab es zuhauf, daraus entstanden jedoch nur selten auch gute Episoden. Stattdessen dominierte zu viel Mittelmaß, das aus misslungenen Umsetzungen entstand. „The Poor Kid“ kann immerhin zum Ende noch einmal ausbrechen. Cartman wähnt sich nämlich gerade am Ziel, nicht mehr das ärmste Kind an der Schule zu sein, weil Kenny zurückgekehrt ist. Und was in diesen Fällen mit Kenny in der Serie geschieht, sorgt auch nach 15 Jahren noch für ein Schmunzeln.

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