Hoffnung (Deep Space Nine Folge 96)

Inhalt: Kira, Bashir und Dax sind auf einer Forschungsmission im Gamma-Quadranten. Dort stoßen sie auf ein Volk, das von einer merkwürdigen Seuche befallen ist. Bashir macht sich sofort an die Suche an ein Heilmittel, stößt dabei aber auf Widerstand in der Bevölkerung…

Kritik: „Hoffnung“ zeigt, was für desaströse Auswirkungen es haben kann, wenn man sich mit dem Dominion anlegt. Die Jem’hadar haben den Planeten verwüstet und danach alle Einwohner mit einem Virus infiziert. Dieser Virus kann jederzeit ausbrechen. Bei einigen geschieht das sofort nach der Geburt und sie sterben binnen Minuten. Andere können 20 bis 30 Jahre lang leben, bis die Seuche sie tötet. Das Perfide: Bashir muss feststellen, dass elektrische Felder den Virus beschleunigen. Seine Verusche, die Bewohner zu retten, führen dazu, dass sie nur noch schneller sterben. Das ist eine bittere Erfahrung für den selbstbewussten Arzt.

Sowieso steht Bashir im Mittelpunkt dieser Folge. Bisher war er jugendlich-leichtsinnig, genial und ein wenig selbstverliebt. Hier stößt er an die Grenzen seines Könnens. Es bedarf Dax, ihn aus einer Verzweiflungsphase zurückzuholen.

Widerstand erfährt Bashir auch von einem Großteil der Bevölkerung. Sie haben den frühen Tod mittlerweile kultiviert und zelebrieren ihn regelrecht. Jeder seiner Rückschläge sorgt natürlich auch dafür, dass er weniger Akkzeptanz in der Bevölkerung hat. Die Gesellschaft, die sich so mit dem frühen Tod abgefunden hat, ist schon bewegend.

Dennoch gelingt es ihm nicht, eine Heilung ohne elektrische Hilfe zu finden. Das einzige, was er schafft ist, dass die Neugeborenen des Volkes nicht mehr an der Seuche erkranken. Er entwickelt also einen Impfstoff für die zukünftigen Generationen.
Die Folge endet damit, dass die Leute auf dem Planeten noch immer sterben, während Bashir auf der Station vergebens weiterforscht.

„Hoffnung“ ist eine berührende und eindrucksvolle Episode, die wieder einmal die Gefahr, die von dem Dominion ausgeht, darstellt. Eine Niederlage in einem Krieg gegen das Dominion, der ja zweifelsohne ansteht, wäre für die Menschheit und die Föderation fatal. „Hoffnung“ unterhält derweil gut und berührend und schafft es sogar, eine eindrucksvolle, apokalyptische Landschaft zu entwerfen. Besser geht es kaum. 5 von 5 Punkten.

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