Sturmfront (Teil 1) (Enterprise Folge 77)

Inhalt: Die Enterprise ist in der Vergangenheit gelandet. Allerdings ist diese Vergangenheit anders als erwartet. Man schreibt das Jahr 1944, doch Nazi-Deutschland steht nicht am Rande der Niederlage. Stattdessen sind die Nazis in New York und haben einen beträchtlichen Teil der amerikanischen Ostküste unter ihre Kontrolle gebracht. Die Enterprise, die gerade Captain Archer verloren hat, versucht herauszufinden, warum sie in der Vergangenheit ist und warum diese verändert wurde…

Kritik: „Sturmfront“ ist eine weitere Folge, die das Thema „temporaler Kalter Krieg“ aufgreift. Mittlerweile weiß man ja, dass die „Xindi-Episode“, also die gesamte letzte Staffel, nichts mit diesem Kalten Krieg zu tun hattte. Es war „lediglich“ eine Einzelaktion eines Volkes aus einer anderen Dimension.

Das Szneario der Episode ist interessant: Die Nazis haben Amerika erreicht. Die amerikanische Bevölkerung wehrt sich erbittert. Dennoch haben die Nazis die Lage mit ihren rabiaten Methoden relativ unter Kontrolle.

Aus dem Cliffhangar der vorherigen Staffel weiß man, dass Archer noch lebt. Man weiß aber auch, dass unter den Nazis Aliens arbeiten. Das wirft viele Fragen auf.

Auch diese Episode wirft weitere Fragen auf. Daniels erscheint als gealterter Mann auf der Enterprise. Der Suliban Silik Taucht auf dem Schiff auf und fliegt zur Erde. Außerdem ist nicht geklärt, wie Archer eigentlich überleben konnte.

Die Folge ist der erste Teil eines Zweiteilers. Daher verwundert es nicht, dass man kaum Antworten bekommt. Stattdessen erhält man Einblicke in die Widerstandszelle. Außerdem gibt es einige nette Gespräche in der Crew. Denn natürlich hatte man sich nach dem Jahr in der Ausdehnung eine andere Begrüßung erhofft.

Am Ende der Episode kommt Archer zurück auf die Enterprise, während Mayweather und Trip von den Nazis gefangen werden.
Immerhin kann er noch einmal mit dem sterbenden Daniels sprechen. Dadurch weiß man schon in dieser Folge, dass die Aliens eine weitere Fraktion im Kalten Krieg sind. Wenn sie es schaffen, die Erde zu verlassen, werden sie die Zeitlinie irreparabel verändern. Die Erklärung ist mal wieder so offen wie möglich gehalten, so dass immer noch einige Fragen offen bleiben.

„Sturmfront“ bedient sich zwar mal wieder der Nazis, baut aber eine interessante Alternativ-Geschichte auf und ist vom Anfang bis zum Ende spannend. Wäre da nicht die allgemeine Tatsache, dass der „temporale Kalte Krieg“ immer eine etwas unrealistische Note mit sich bringt. Denn ganz ehrlich: Aliens die den Nazis helfen? Das hat man sonst höchstens in drittklassigen Science-Fiction-Romanen. Trotzdem ist die Episode spannend, man hätte sich allerdings eines anderen Szenarios bedienen können. Die eugenischen Kriege oder der dritte Weltkrieg wären zum Beispiel solche Szenarien. Abgesehen davon ist die Episode sehr gut, wichtig ist jetzt nur, dass die offenen Fragena auch zur Zufriedenheit beantwortet werden. 4 von 5 Punkten.

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