Beschädigungen (Enterprise Folge 71)

Inhalt: Die Enterprise ist nach den Ereignissen im Azati Prime-System sehr beschädigt, außerdem ist Archer noch in den Händen der Xindi. Als Trip herausfindet, dass er den Warp-Antrieb nicht mehr reparieren kann, nähert sich ein Xindi-Schiff der Enterprise…

Kritik: „Beschädigungen“ setzt die Geschichte aus Azati Prime nahtlos fort.

Der Handlungsverlauf der Episode ist extrem unerwartet. Archer kommt schnell auf die Enterprise zurück, T’Pol entpuppt sich als drogenabhängig und die Enterprise muss einem anderen Raumschiff Waprgeräte stehlen, um rechtzeitig zu einem Treffen mit den Xindi zu kommen.

Das Archer schnell zurückkehrt ist überraschend, aber noch hinzunehmen. Zwar ist es merkwürdig, dass die humanoiden Xindi ihn so schnell gehen lassen, aber es liegt noch im Bereich des möglichen. Das sich die Xindi nicht danach erkundigen, ob sein Schiff überhaupt noch flugtauglich ist, ist wiederum etwas merkwürdig.

Das T’Pol drogenabhängig ist, erklärt ihr Verhalten in letzter Zeit. Gerade in der Beziehung mit Trip hat sie sich in Der Vorbote extrem merkwürdig verhalten. Das erklärt aber immer noch nicht, wie sie drogenabhängig werden konnte. T’Pol müsste klüger sein und nicht auf die Idee kommen mit Trillium D zu experimentieren. Außerdem gab es in all der Zeit kaum Anzeichen auf ihre Sucht. Daher wirkt die Geschichte etwas merkwürdig.

Die Haupthandlung ist eigentlich, dass Archer Warpgeräte stehlen muss. Damit verdammt er eine andere Besatzung zu einer dreijährigen Heimreise, die sonst wenige Tage gedauert hätte. Er muss das freilich tun, um die Erde zu retten. Trotzdem ist es eine extrem heftige Entscheidung und es überrascht doch, wie wenig Widerspruch er von seiner Crew erhält. Zwar mucken T’Pol und Reed kurz auf, der Rest macht aber weiter wie bisher. Selbst der Doktor rät ihm nicht dazu ab, erwähnt nicht einmal, dass man vielleicht noch einmal über den Angriff nachdenken sollte. Das ist schon etwas schwach.

Die Episode zeigt, wie stark die Ausdehnung auch die Menschen verändert hat. Zwar steht die Menschheit auf dem Spiel, doch Archer spielt hier ein ganz einfaches Zahlenspiel. Eine Raumschiffbesatzung gegen die Leben eines ganzen Planeten. Es ist klar, welche Lösung bei der (Un)Gleichung rauskommt.

Archers Verhalten ist nachvollziehbar. Dafür, dass er bereits in der zweiten Folge der Staffel bereit war, jemanden in eine Luftschleuse zu stecken, verwundert es beinahe, dass dieser Schritt erst jetzt kommt. Es ist aber immer noch ärgerlich, dass die Enterprise-Crew so wenig Probleme damit hat.

Trotz alledem bleibt „Beschädigungen“ spannend, schließlich steht ja tatsächlich die Zukunft der Erde auf dem Spiel. All die oben genannten Mängel sorgen jedoch dafür, dass aus einer sehr guten Geschichte „nur“ eine gute Episode wird. 3 von 5 Punkten.

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