Der Vorbote (Enterprise Folge 67)


Inhalt: Die Enterprise ist auf dem Weg nach Azati Prime. Plötzlich trifft sie auf ein seltsames Gebilde im Raum. Es scheint, als würden die Sphären damit beginnen, einige Teile des Weltraums zu verändern. Die Sensoren entdecken ein kleines Schiff in dem veränderten Raum. Mithilfe der Greifer rettet die Enterprise das Schiff, doch der Insasse scheint im normalen Raum zu sterben…

Kritik: Schon die Einleitung macht deutlich auf was für einem Hintergrund Harbinger aufbauen kann. Es dauert eine ganze Weile bis die „was bisher geschah“-Sektion abgehandelt ist. Und das ist die Stärke von „Harbinger“.

Denn die Episode zeigt nicht nur die Handlung um den Geretteten. Gleichzeitig konzentriert sich die Serie endlich auch mal wieder auf die Charaktere. Die letzten Folgen waren zwar gut, doch die Charaktere konnten sich ob der ereignisreichen Handlung kaum entwickeln.

„Harbinger“ greift endlich den Konflikt zwischen Reed und Hayes auf. Dieser zeichnete sich schon in der ersten Episode der Staffel ab, wurde danach aber nicht wieder aufgegriffen. Außerdem kommt endlich ein wenig Bewegung in die Beziehung zwischen T’Pol und Trip. Es war schon merkwürdig, dass die Beichte von Trips Klon Sam in Ebenbild nicht wieder aufgegriffen wurde. Das ändert sich nun.
Das Ergebnis ist leider etwas dürftig. Denn die Auswirkungen des „klärenden Gesprächs“ werden am Ende der Episode widerrufen. Schade.

Mit „Harbinger“ ist die Bedeutung der Sphären nun aber endlich klar. Sie sollen die delphische Ausdehnung umwandeln. Scheinbar würde das die Ausdehnung zu einem Lebensraum für die Spezies machen, zu der der Gerettete gehört. Warum die Erbauer der Sphären das machen und warum sie in ihrem bisherigen Gebiet nicht mehr Leben können, ist aber noch nicht geklärt. Das kommt aber hoffentlich bald.

„Harbinger“ ist eine sehr gute Charakterepisode und bringt Licht in eine Frage, die schon lange im Raum schwebte. Das gelingt auch noch auf spannende Art und Weise. Wäre die Beziehung zwischen T’Pol und Trip nicht so unrealistisch dargestellt, gäbe es nichts zu meckern. 4,5 von 5 Punkten.

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