Schlaflos (Akte-X Folge 28)

Inhalt: Mulder stößt auf einen Toten, der scheinbar seit Jahren nicht mehr geschlafen hat. Außerdem wird ein Professor ermordet, der sich hauptsächlich mit dem Problem der Schlaflosigkeit auseinandergesetzt hat. Obwohl die X-Akten immer noch geschlossen sind, vermutet Mulder, dass hier etwas nicht mit Rechten Dingen zugeht…

Kritik: Die X-Akten sind immer noch nicht eröffnet. Zwar ist es mittlerweile spannend zu sehen, wie Mulder Fälle löst, ohne eine eigene Abteilung im Rücken zu haben, aber jede Folge braucht immer eine Weile, bis sie in die Gänge kommt. Denn jedes Mal muss Mulder ja erst einmal wieder auf einen X-Akten-würdigen Fall stoßen, anstatt einfach eine Akte rauszukramen.

In dieser Episode bekommt Mulder nun einen weiteren Agenten an die Seite gestellt. Es ist ganz nett anzusehen, wie dieser Agent Mulders Vertrauen erwirbt. Nur der Zuschaur weiß: Dieses Vertrauen hat der Agent selbstverständlich nicht verdient, denn er arbeitet für „die Leute“ in der Regierung, die mit hinter „der Verschwörung“ stecken. Auf jeden Fall bespitzelt er Mulder und sorgt durch eine Gewalttat am Ende der Folge auch dafür, dass Mulder keine weiteren Informationen erhalten kann.

Denn der Verbrecher dieser Folge ist ein wahres Meisterwerk der Regierung. Während des Vietnam-Krieges wurde ein Regiment so mit Medikamenten vollgepumpt, dass es letztendlich überhaupt nicht mehr schlafen musste. Das ging zunächst gut, doch nach wenigen Monaten spaltete sich das Regiment ab und begann selbstständig zu plündern und zu morden. So gescahen unglaubliche Gewalttaten. Nun aber ist es einem der Regimentmitglieder gelungen, andere Leute auch noch telepathisch zu beeinflussen.

Dieses Mitglied war schon immer sehr christlich und litt sehr unter den Gewalttaten. Nun projiziert es die Opfer des Regiments in die Hirne der anderen Regimentsmitglieder und der Wissenschaftler, die die Soldaten behandelt haben. Die in der Projektion enthaltende Erschießung findet zwar nicht wirklich statt, doch das Hirn der Opfer ist so überladen, dass sie daran tatsächlich sterben.

Besonders interessant ist, dass Mulder diesmal Informationen von Militärmitgliedern erhält. Diese stehen seiner Arbeit zwar eigentlich ablehnend gegenüber, doch finden sie die Experimente so widerlich, dass sie Mulder mit Informationen versorgen. Und Mulder beweist viel Instinkt, indem er seinen neuen Co-Agenten nicht mit zu den Treffen nimmt. Denn der klaut ihm zum Schluss sogar die geheimen Informationen, um sie seinem Arbeitgeber vorzulegen.

Gelungen ist auch der Wahnsinn, der von den schlaflos-spielenden Darstellern dargestellt wird. Es wirkt beinahe glaubwürdig, dass die Soldaten seit Jahren nicht geschlafen haben, auch wenn es eigentlich nicht vorstellbar ist. Das Leid, dass beide Seiten (Vietnam-Opfer und veränderte Soldaten) erfahren haben, wird in der Folge beinahe greifbar.

Diese Folge ist spannend und sorgt für eine neue Situation: Zwar bleiben die X-Akten immer noch geschlossen, doch Mulder hat jetzt einen Agenten an seiner Seite, der „den Verschwörern“ nahe steht. Obwohl nicht geklärt ist, ob er die wirklichen Akteure der Verschwörung kennt oder nur ein paar Handlanger, bedeutet das auf jeden Fall, dass sich Bewegung anbahnt. Das verspricht mehr spannende Episode wie „Schlaflos“. 4 von 5 Punkten.

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