Gebt uns ruhig die Schuld (den Rest könnt ihr behalten) (die fantastischen vier)

Seit einigen Tagen ist das neue Lied der „Fantastischen Vier“ im Radio zu hören. Der Titel „Gebt uns ruhig die Schuld“ beschreibt leider schon einen Großteil des Liedes. Denn die meiste Zeit über hört man nichts anderes als die Zeile mit ihrer Fortsetzung „den ganzen Rest könnt ihr behalten“.

In den „Strophen“, falls man die gerappten Einwürfe so nennen kann, beschreiben die Fantis wie sie Energieverbrauchen, zu viel Auto fahren und beim Zähneputzen das Wasser laufen lassen. Die Frage ist dabei nur, was sie uns damit sagen wollen.

Die letzten Singles der Fantas machten eher gute Laune, als dass sie irgendwelche gewichtigen Themen aufgriffen. Der Refrain des neuen Liedes geht schon ins Ohr, auch wenn er nicht der Originellste ist.
Diesmal scheint es jedoch, als wollte die Gruppe dem Höhrer auch noch eine Botschaft mit auf den Weg geben.

Sind die Vier genervt vom Umweltschutz?
Möchten sie mal wieder darauf hinweisen, dass Menschen die Schuld gerne auf andere schieben?
Wollen sie durch dieses Lied die Zuhörer dazu bewegen, mehr für den Klimaschutz zu tun?

Genervt werden sie wohl nicht sein. Gerade Thomas D. lebt zum Beispiel auf einem Bauernhof, der sich MARS nennt. Das steht für ‚Moderne Anstalt rigoroser Spacken‘. Die Bewohner sind hauptsächlich Veganer. In der Regel keine Klimawandelleugner.

Die Idee, den Zuhörer dazu zu bringen, das Gegenteil von dem, was gerappt wird, zu machen, wird wohl eher in die Hose gehen.
Und wirklich einfallsreich ist das Lied zu dem Thema nicht. Auch die Rappassagen sind eher durchschnittlich.

Das beste an dem Lied bleibt dann doch der gut- bis durchschnittliche Refrain. „Gebt uns ruhig die Schuld“, wird wohl hängen bleiben. Und wenn man den Fantis die Schuld für die schlechten Passagen des Liedes gibt, „dann könnt alles, einfach sein“.

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