Die Keksfrau (von Philip K. Dick)

Bubber Sule kann Essen nicht wiederstehen. Daher geht er jeden Nachmittag zu einer älteren Dame, bei der er Kekse bekommt. Im Gegenzug soll er ihr immer etwas vorlesen.
Die alte Dame, Mrs. Drew, fühlt sich durch seine Gegenwart immer jünger und energiegeladener. Bubber wiederum fühlt sich nach den Besuchen immer sehr schlecht und müde. Daher verbietet sein Vater ihm eines Tages die weiteren Besuche bei Mrs. Drew…

Schnell ist klar, dass Mrs. Drew dem Jungen irgendwie Energie absorbiert. Das ist keine neue Idee, ob sie das 1953 war, kann ich nicht beurteilen.

Allerdings fragt diese Kurzgeschichte nie nach den Gründen für diese seltsame Energieabsorption. Stattdessen erlebt man mit, wie Bubber immer schwächer wird. Das Ende ist dann auch keineswegs überraschend.

So bleibt einem nur das Spekulieren übrig. Das ist eigentlich eine nette Sache. Doch diese Kurzgeschichte liefert keinerlei Spekulationsmöglichkeiten. Waren es die Kekse? Aber warum?
War es Mrs. Drews? Aber die Geschichte ist zu einem Großteil aus ihrer Perspektive geschrieben und sie weiß auch nicht was vor sich geht.
Daher machen Spekulationen bei dieser Geschichte keinen Spaß.

Übrig bleibt eine fantastische „Energietransferkurzgeschichte“, die nicht einmal versucht, irgendetwas zu erklären. Irgendwie unbefriedigend.

„Die Keksfrau“, 11 Seiten, 1953 von Philip K. Dick, erhältlich bei Zweitausendeins in der Anthologie „Variante zwei“.

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