Spion des Senates (Clone Wars Folge 26)

Im Senat gibt es einen Spion. Die Jedi möchten den Verdächtigen nicht verhören, da sie befürchten, dann nicht an die Drahtzieher zu kommen. Also setzen sie einen Nichtjedi auf den Senator an: Padmé Amidala, die früher mit dem Verdächtigen ein Verhältnis hatte. Freilich gefällt das Anakin gar nicht…

In dieser Episode versuchen die Macher tatsächlich mal so etwas wie Charaktertiefe zu vermitteln. Anakin und Padmé macht es schwer zu schaffen, dass sie sich nur so selten sehen können. Daher werden sie langsam ein wenig gereizt. DIe beiden streiten sich sogar.
Man merkt dadurch unter anderem recht gut, warum es Richtlinie für die Jedi ist, keine Beziehung einzugehen. Auch Anakins Verhalten auf Padmés Mission zeigt deutlich, dass eine Beziehung kein idealer Zustand für einen Jedi ist.

Andererseits ist diese Episode aber auch selten dämlich. Denn so naiv, wie Padmé versucht Anakin eifersüchtig zu machen, ist ihr Verhalten einfach nicht glaubwürdig.
Außerdem wirkt es mehr als unwahrscheinlich, dass Yoda sie zwar bittet, den Senator zu beschatten, ihr aber den Grund nicht sagt.

Zu allem Überfluss ist der Spion auch kein Spion, sondern ein Geschäftsmann, der für die Separatisten arbeitet. Es geht nur ums Geld und nicht um republikanische Geheimnisse.

Durch diese beiden Punkte wird der Gesamteindruck doch ordentlich geschmälert.

Schön ist, dass sich die Entwickler darum bemühen, die Episoden zu verdichten. In der zweiten Staffel fällt nun auf, dass nicht mehr nur hirnlos geballert wird. In dieser Episode wird sogar nicht ein einziges Mal geschossen! Das wäre in der ersten Staffel undenkbar gewesen.

Das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Jetzt müssen die Geschichten nur noch sinnhafter und zusammenhängender werden. Dann könnte Clone Wars von einer durchschnittlichen bis guten Zwischendurchunterhaltung zu einer guten bis sehr guten Serie werden.

Diese Folge hätte mehr Potenzial gehabt, kommt durch einige Inhaltsstörungen und Schwächen in der Story aber nur auf gute 3 von 5 Punkten.
Mal sehen, ob es das nächste Mal besser wird…

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