Die Wahl des Kai (Deep Space Nine Folge 43)


Inhalt: Der Kai, das religiöse Oberhaupt der Bajoraner soll gewählt werden. Die letzte Kai verschwand schließlich im Gamma Quadranten. Aussichtsreichster Anwärter auf dieses Amt ist Vedek Bareil, mit dem Major Kira eine Beziehung unterhält. Kurz vor der Wahl taucht jedoch Vedek Winn auf. Diese Vedek hatte bereits am Ende der ersten Staffel für große Schwierigkeiten gesorgt und sich als äußerst machtlüstern herausgestellt. Sie versucht Sisko davon zu überzeugen, gemeinsam mit ihr eine Wahlkampfveranstaltung zu bestreiten. Doch Sisko lehnt ab.
Winn braucht aber gar keine Unterstützung mehr. Denn sie hat Beweise gefunden, dass Vedek Bareil mit den Cardassianern während der Besatzung zusammengearbeitet hat und unter anderem für den Tod des Sohns der früheren Kai verantwortlich war.
Kira überprüft die Beweise und erzwingt letztendlich tatsächlich ein Geständnis von Bareil, der sich daraufhin nicht mehr zur Wahl stellt. Winn wird also Kai.
Im Nachhinein wird Kira jedoch klar, wer der wirkliche Kollaborateur war: Die frühere Kai, die durch den Verrat an ihrem Sohn tausenden Bajoranern das Leben rettete. Bareil wollte sie nur decken und hat damit seine Karriere auf alle Zeit blockiert.

Kritik: „Die Wahl des Kai“ ist eine eher ruhige Folge, jedoch keine schlechte Folge. Lange Zeit ist nicht wirklich klar, wer denn nun der Kollaborateur ist. Klar, Winn tut alles, um Kai zu werden. Und Bareil ist ein viel zu anständiger Bajoraner, als dass er mit den Cardassianern kollaborieren würde. Als die Beweise dann jedoch auf ihn zeigen, fragt man sich, ob er nicht doch ein dunkles Geheimnis verbirgt.
Seine Begründung, tausende Bajoraner gerettet zu haben, lässt das Ganze dann doch plausibel wirken. Umso überraschender ist dann, dass es am Ende noch einmal eine Wendung gibt.

Doch der Weg dahin hat allerdings auch einige Längen. So ist nie wirklich klar, was Bareils Traumszenen im Tempel eigentlich sollen.

Dem gegenüber stehen jedoch einige wirklich gute Momente. Gerade Kiras aufgebrachte Unterhaltung mit Vedek Winn ist sehr gut gelungen. Aber auch Kiras berechtigte Zweifel an Bareils Unschuld. Dabei gesteht sie nämlich Odo, dass sie Bareil liebt. Hier merkt man zum ersten Mal deutlich, dass Odo vielleicht doch mehr an Kira liegt, als man dachte. Bisher konnte man das nur vermuten. Jetzt ist das erste Indiz da.

Politisch ist die Folge für Bajor eine kleine Katastrophe. Winn war gegen die Einbindung Bajors in die Förderation, ist eine religiöse Fanatistin und unterstützte religiöse Terrorgruppen, die Bajor beinahe in die Hände der Cardassianer getrieben hätte. Das so jemand jetzt Kai ist, wird in der Zukunft wohl noch für Probleme sorgen.

Insgesamt also eine ruhige, aber sehr gut gelungene Folge. 4 von 5 Punkten.

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