Die Suche (Teil 2) (Deep Space Nine Folge 48)

Inhalt: Odo hat auf der Flucht vor den Jem’hardar zusammen mit Major Kira den Heimatplaneten seines Volkes entdeckt. Dort erfährt er zum ersten Mal vom “Great Link”, in dem sein Volk lebt. Er muss allerdings noch trainieren, um darin aufgenommen werden zu können. Während Odo trainiert, wundert sich Kira, warum sie kein Signal an Sisko senden kann und sucht nach dem störenden Faktor. Dabei trifft sie auf eine Höhle, die durch eine Tür verschlossen ist.
Derweil erreicht Sisko mit einem Shuttle den Alphaquadranten. Dort sind die Gründer bereits auf DS9 und verhandeln zusammen mit der Föderation und einigen anderen Völkern einen Frieden aus. Doch Sisko bleibt misstrauisch. Und tatsächlich hat er bald Grund genug, an der Föderation zu zweifeln. Die Romulaner werden auf Wunsch des Dominion von den Verhandlungen ausgeschlossen und drohen daher mit Krieg. Bald darauf benehmen sich die Jem’hardar wie Herrscher über die Station und beginnen Romulaner zu töten. Für Sisko ist das Maß endgültig voll, als die Friedensverhandlungen zu einem Ende kommen. Die Bedingungen sind nämlich, dass die Föderation den Sektor in der Nähe des Wurmloches verlässt und Bajor den Jem’hardar übergibt. Sisko verweigert die Befehle der Sternenflotte und macht sich mit einem Shuttle auf den Weg, das Wurmloch zu zerstören.
Derweil ist es Kira und Odo gelungen, in die Höhle zu gelangen. Dort finden sie Sisko und die anderen. Ein Mitglied von Odos Volk betritt die Höhle und offenbart, dass sie die wahren Gründer sind. Weil die Gestaltwandler seit jeher von den “festen Kreaturen” verfolgt wurden, haben sie sich entschieden, diese zu kontrollieren, damit von ihnen keine Gefahr mehr ausgeht. So gründeten sie das Dominion, was nun einen großen Teil des Gamma-Quadranten beherrscht. Sisko und die anderen wurden darauf überprüft, wie sie auf eine Infiltration des Alpha-Quadranten reagieren würden.
Odo ist entsetzt und lehnt es ab, bei seinem Volk zu bleiben. Die Gründer lassen ihn gehen, hoffen aber, dass er irgendwann zurückkehren wird. Gleichzeitig warnen sie ihn aber, dass die nächste Begegnung für seine “festen” Freunde nicht so glimpflich ausgehen wird.

Kritik: Man möchte sich am Anfang der Folge schon richtig ärgern. Da wurde Sisko in der vorherigen Episode auf der Brücke der Defiant angeschossen und nun ist er auf einem Shuttle und möchte unverletzt von der Defiant geflohen sein. Haben die Produzenten ihr eigenes Machwerk nicht gesehen?

Das vergisst man jedoch schnell wieder. Viel zu seltsam verhält sich die Föderation. Für einen Frieden mit dem Dominion scheint sie bereit zu sein, alles zu opfern, wofür sie eigentlich steht. Dabei wird immer offensichtlicher, dass das Dominion falsch spielt. Zwar versprechen sie Frieden, doch die Taten der Jem’hardar deuten auf etwas anderes hin. Auch dass sie die Anwesenheit der Romulaner nicht wünschen, deutet daraufhin, dass sie die Völker des Alpha-Quadranten entzweien wollen.
Dass der Admiral, der die Verhandlungen führt, dies nicht durchschaut, verwundert doch sehr.

Zum Schluss kommt dann aber die Auflösung: Es war alles nur eine Simulation. Eigentlich hätte man darauf sofort kommen müssen. Aber genau wie Sisko und die anderen wird auch der Zuschauer getäuscht.

Nun ist also auch klar, wer die Gründer sind. Sie sind wie Odo Gestaltwandler. Bisher scheint es so, als wäre es ihnen nicht möglich, sich authentisch in einen bestimmten Menschen zu verwandeln. Was aber wenn nur Odo dies nicht kann? Dann wäre es ihnen doch möglich verschiedene Führungspositionen im Alpha-Quadranten zu ersetzen?

Und wer sind die Leute, die sich in der Simulation als die Gründer ausgegeben haben? Sind das die Vorta?
Und sind sie wie die Jem’hardar genetisch erzeugt?

So spannend diese Folge auch ist und so viele Erkenntnisse sie auch bringt, genau so viele Fragen wirft sie auch wieder auf. Interessant ist, dass sich Odo dafür entscheidet, weiterhin auf DS9 zu bleiben. Immerhin wurde er dort gerade erst entlassen. Davon ist nun aber keine Rede mehr. Mal sehen, ob das in der nächsten Folge noch einmal aufgegriffen wird.
“Die Suche – Teil 2” ist spannend, intelligent und ereignisreich. Klare 5 von 5 Punkten.

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