Interview with the vampire (von Anne Rice)

Ich müsse dringend mehr Fantasy lesen, war das ernüchternde Fazit. Kurz darauf wurde mir dieses „Schatzstück“ ausgeliehen – natürlich auf Englisch.

Worum geht es? Schwer zu sagen. Louis wird von einem Vampir namens Lestat zum Vampir gemacht. Lestat verspricht ihm Geheimnisse über das Vampirdasein, wenn Louis ihn und seinen alten, kranken Vater, zu dem Lestat ein sehr schwieriges Verhältnis hat, auf seiner Farm bleiben lässt und pflegt.
Louis glaubt ihm, merkt aber schnell, dass er von Lestat keine Antworten erhält. Er muss selbst herausfinden, was es bedeutet, ein Vampir zu sein. Unglücklicherweise wird er Lestat nie wirklich los…

Natürlich passiert im Laufe des Buches noch mehr. Wirklich spannend wird es aber nicht. Die ganze Zeit wird vor allem gedacht. Bin ich nun ein Sklave? Bin ich ein Geschöpf des Teufels? Darf ich töten, bloß weil ich töten muss?
Das ist ja eigentlich schön und gut, aber die Figuren lagen mir überhaupt nicht am Herz.
Lestat ist tot – okay. Lestat lebt wieder – seltsam, aber okay.

Später geht es dann vor allem um Liebe. Liebe durch Hass, Liebe zwischen Vampiren und so weiter. Wirklich erklärt wird aber nichts.

Auf Wikipedia steht, dass es sich um ein super Beispiel für einen Abenteuer und Entwicklungsroman handelt. Abenteuer? Nicht wirklich. Entwicklung gibt es allerdings schon. Allerdings nur in sehr, sehr kleinen Schritten.

Vor allem wird vieles einfach nicht richtig erklärt. Die einen sterben, die anderen überleben das einfach. Warum?
Das macht alles so wenig Sinn.

Insgesamt habe ich mich schon lange nicht mehr auf 300 Seiten so gelangweilt. Das einzig spannende war, die Erwartung, dass nun doch etwas Spannendes kommen müsste. Eine Hoffnung, die sich leider nicht erfüllte.

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