Besessen (Akte-X Folge 9)

Inhalt: Mulder und Scully erhalten von einer NASA-Mitarbeiterin Informationen, über seltsame Vorkommnisse bei der Raumfahrt-Agentur. Die beiden FBI-Agenten gehen den Tipps nach. Für Mulder ist das die einmalige Chance den Chef des derzeitigen Shuttle-Programmes, Belt, zu treffen. Dieser ehemalige Astronaut ist ein Idol aus Mulders Kindheit. Doch dieser Astronaut ist es auch, mit dem etwas nicht in Ordnung ist. Er fällt seltsame Entscheidungen, ignoriert bewusst Fehler am Shuttle und setzt damit das Leben seiner Astronauten aufs Spiel. Mulder hat das Gefühl, dass irgendetwas ganz und gar nicht in Ordnung ist…

Kritik: Beim recherchieren im Internet bin ich schnell auf die Meinung gestoßen, dass dies die angeblich schlechteste Akte-X-Folge aller Zeiten sei. Das ist ein wirklich gutes Zeichen, denn so schlecht fand ich diese Folge gar nicht.

Sie startet sogar recht stark, denn lange Zeit hat man gar keine Ahnung, worum es eigentlich geht. Der Zuschauer weiß zwar, dass der Leiter des Programmes von irgendetwas besessen ist (was der Titel ja schon verrät) und dass es ein Alien sein muss, aber die Ziele und Absichten dieses Aliens sind einem nicht bekannt.

Und das ist auch das größte Manko der Folge. Denn bis zum Schluss wird nicht wirklich deutlich, was Alien eigentlich beabsichtigt. Das lässt einen am Ende ein wenig ungesättigt mit dem Abspann alleine.

Andererseits ist das auch der größte Pluspunkt der Episode. Denn so hat man eigentlich immer noch die Erwartung, dass noch etwas Wichtiges geschieht. So kommt der Selbstmord des „Besessenen“ zwar nicht gänzlich unerwartet, aber doch überraschend, weil man ja eigentlich noch auf eine Absichtbekundung gehofft hat.

Stellenweise fällt die Spannung aber auch deutlich ab. Wenn man zum Beispiel zum wiederholten Male die Raumfahrtszene sieht, bei der Belt mit dem Alien infiziert hat.

Interessant ist jedoch die Kritik an der amerikanischen Öffentlichkeit. Belt muss lügen und die Dinge schönreden, um das Projekt nicht zu gefährden. Dadurch gefährdet er jedoch Menschenleben. Das ist nicht schön, aber notwendig, um die Raumfahrt am Leben zu erhalten. Die geheime Informantin – deren Geliebter gerade in Lebensgefahr im Orbit ist – kritisiert das zunächst lautstark. Später – als sie die Leitung übertragen bekommt – beschönigt sie jedoch ebenso.

Insgesamt also eine Folge, mit einer eher lahmen Story, die aber gerade dadurch, dass man noch mehr erwartet, doch Spannung aufbaut. Und zwar genau so viel, dass man diese Episode noch mit guten 3 von 5 Sternen ausstatten kann.

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