Die Unendlichen (von Philip K. Dick)

Terra befindet sich im Wettstreit mit dem Mars-Venus-Jupiter-Triumvirat. Daher müssen terranische Raumschiffe möglichst schnell neue Kolonien für sich beanspruchen. Ein terranisches Raumschiff wird auf einem Erkundungsflug jedoch von seltsamen Strahlen erfasst. Kurz darauf beginnen sich die Menschen an Bord zu entwickeln…

Ein sehr interessanter Ansatz liegt dieser Kurzgeschichte zugrunde: Was wäre wenn etwas die Evolution beschleunigen würde. Auf einmal entstehen in dieser Kurzgeschichte Menschen, die den normalen Menschen weitaus überlegen sind. Zwei der drei sind dabei sehr vernünftig: Sie sehen ein, dass sie nicht zur Erde zurückkehren sollten. Nur der dritte hat sofort Allmachtsfantasien. Er hofft, der Menschheit viel beibringen zu können und vergisst dabei, dass diese noch gar nicht reif dafür ist.

Die Menschen entwickeln sich also weiter und sind vielleicht auch intelligenter, was die Auffasungsgabe betrifft, doch die Anlagen für Fehler sind wohl immer noch gegeben.

Witzig ist, dass die Menschheit in diesem Fall gerade von Meerschweinchen gerettet wird. Von Meerschweinchen? Ja, denn die waren als Testtiere für Planetengänge an Bord. Sie haben sich auch entwickelt und zwar weitaus schneller als die Menschen.

Insgesamt also ein interessanter Ansatz. Nur leider plätschert die Geschichte am Ende ein wenig vor sich hin. Die Wendung mit den Meerschweinchen ist witzig und auch überraschend, aber irgendwie kommt die Geschichte nicht an die Qualitäten der vorherigen Geschichten heran.

Dennoch wird hier eine beachtenswerte These aufgestellt: Wir können uns zwar evolutionär weiterentwickeln, doch werden wir wohl immer menschlich bleiben, also Fehler haben und uns damit selber schaden.

„Die Unendlichen“, 30 Seiten, 1953, von Philip K. Dick, erhältlich bei Zweitausendeins in der Anthologie „Und jenseits…das Wobb“.

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