Der Teufel von Jersey (Akte-X Folge 5)

Inhalt: Ein Obdachloser wird in Jersey ermordet. Interessant an dem Fall ist, dass Teile seine Körpers gegessen worden sind. Mulder erinnert sich sofort an eine X-Akte aus dem Jahr 1947, damals wurde ein Familienvater ermordet. Der Täter wurde schnell gefunden: Es war ein Mann aus dem Wald in der Nähe von Jersey.
Mulder macht sich mit Scully auf den Weg nach Jersey. Die Polizei dort ist nicht begeistert, man fürchtet nämlich um den Ruf der Stadt, der jedoch von erheblicher Bedeutung für den starken touristischen Wirtschaftszweig der Stadt ist.
Doch da es Mulder noch nie gestört hat, wenn er einem Fall gar nicht zugewiesen ist, macht er sich trotzdem an die Arbeit. Er vermutet nämlich, dass es in der Nähe zumindest einen Menschen gibt, der noch nach seinen Urinstinkten lebt…
Nebenbei versucht sich Scully ein „richtiges“ Leben aufzubauen…

Kritik: Die Folge ist spannend und unterhält sehr gut. Doch diesmal ist es leider nicht die Story, die dafür sorgt, dass man gebannt vorm Bildschirm sitzt.

Wie eh und je spannend ist, wie Mulder mit Kompetenzstreitigkeiten umgeht. Immerhin hat er eigentlich keinerlei Recht, sich um den Fall zu kümmern. Natürlich ist Scully wieder auf der Seite der Behörden. Erst zum Ende hin merkt sie, dass sie wieder einmal falsch lag.

Nicht so gelungen ist die Grundgeschichte. Urzeitmenschen die Menschen fressen? Das ist wirklich sehr an den Haaren herbeigezogen. Andererseits ist es nicht unwahrscheinlicher als ein Wesen, dass alle dreißig Jahren jemandem die Leber entfernt (siehe „Das Nest“).
Doch in dieser Folge wird einfach nicht so viel Spannung geschaffen wie noch mit Tooms.

Schön ist jedoch das Ende. Wie entledigt sich die Polizei des Ärgers? Ganz einfach: Man erschießt das Problem, denn danach gibt es kein Problem mehr. Verständlich, dass diese Methode Mulder nicht wirklich gefällt.

Ein nette Nebengeschichte ist Scullys Bekanntschaft. Zunächst ist sie mehr als begeistert, jemanden kennen gelernt zu haben. Dadurch kann Mulder alleine an dem Fall arbeiten. Dann langweilt sie sich bei dem Date jedoch so, wie noch nie zuvor. Daraufhin arbeitet sie mit Mulder an dem Fall weiter, um nicht wieder mit dem Typen ausgehen zu müssen. Recht witzig, vor allem weil in einigen Nebensätzen mit Verwandten auch anklingt, dass sie Mulder vielleicht gar nicht soo uninteressant findet…

Außerdem trifft man auch noch einen alten Professor von Scully. Was sie so alles in ihrer Studienzeit gehört haben muss… Auf jeden Fall ist dieser Professor Mulder weitaus ähnlicher als ihr.

Sehr gute Unterhaltung, aber irgendwie kommt nicht die gewohnte Spannung auf. Am Ende wird wieder einmal gezeigt, dass die Geschichte weitergehen könnte (da man ein Kind des Steinzeitpärchens sieht). Ob die Geschichte noch einmal fortgesetzt wird? Wünschenswert wäre es eigentlich. Allerdings diesmal nur aus dem Grund, dass ich es schade fände, wenn so viele offene Handlungen angesetzt werden (bis jetzt endete ja jede Folge offen) und wenn diese nicht beendet würden.

Knappe 4 von 5 Punkte gibt es aufgrund kleiner, nette Nebengeschichten für diese somit noch sehr gute Folge.

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