Der Fall „Dax“ (Deep Space Nine Folge VIII)

http://www.youtube.com/watch?v=gZ8h0tRKw_4

InhaltDr. Bashir flirtet einmal mehr mit Jadzia Dax. Und wieder einmal bleibt er im Ungewissen, was sie denn nun von ihm hält. Doch auf dem Weg zu ihrem Quartier wird Lieutanent Dax überfallen. Die Täter gehören einem Volk an, dass an der Grenze zwischen den Cardassianern und der Förderation liegt. Vor einigen Jahren hat die Förderation einen einseitigen Auslieferungsvertrag unterzeichnet. Darin verpflichtet sie sich, Wesen, die Verbrechen an diesem Volk verübt haben, auszuliefern.
Dax früherer Wirt Curzon soll so eines begangen haben. Daher soll jetzt Jadzia hingerichtet werden. Sisko merkt an, dass man sich auf bajoranischem Territorium befinde. Man müsse also zunächst vor ein bajoranisches Gericht, um die Auslieferung zu bestätigen. Seltsamerweise schweigt Jadzia Dax zu den Vorwürfen. Das macht Sisko besonders sauer, schließlich kann er nicht glauben, dass sein alter Freund Dax einen Mord begangen haben soll.
Odo reist derweil zu dem Planeten dieses Volkes (dessen Namen ich vergessen habe…). Er findet heraus, dass Curzon mit der Witwe des Opfers befreundet war und später, dass die beiden sogar eine Affäre hatten. Ein Motiv war also da.
Curzon könnte die Rebellen im damaligen Bürgerkrieg auf den Weg des Admirals aufmerksam gemacht haben und ihn damit getötet haben.
Doch kurz bevor Dax verurteilt wird, gesteht die Witwe, dass Dax zu dem Zeitpunkt, an dem die Informationen übertragen wurden, in ihrem Bett war. Es stellt sich gar heraus, dass der Admiral, der ein Volksheld geworden ist, seine Seite an die Rebellen verraten wollte und die Rebellen ihn dennoch umgebracht haben.
Dax wird freigelassen, die Witwe bedankt sich dafür, dass Jadzia sie schützen wollte, obwohl sie das Verhältnis mit Curzon hatte. Sie bittet Jadzia, ihr Leben froh zu leben und sich nicht so sehr von der Vergangenheit ihrer Wirte beeinflussen zu lassen.

Kritik: Ein Hauptcharakter steht – mal wieder – unschuldig vor Gericht.
Natürlich ist die Ausgangsposition recht interessant: Kann man Jadzia für etwas verurteilen, was ihr vorheriger Wirt begangen hat?
Eigentlich nicht. Schließlich ist sie ja eine andere Person. Andererseits könnte ja auch der Trill in ihr den Mord begangen haben und dann könnten Trill ja Verbrechen begehen, ohne dafür bestraft zu werden.

Doch darum eine ganze Folge zu spinnen, ist natürlich ein wenig schwierig. In „Dax“ gibt es einfach viel zu viele Längen. Die Gerichtsverhandlung zieht sich dahin, ohne dass nennenswerte Fortschritte gemacht werden.

Letztendlich wäre es ein guter Schritt gewesen, wenn Curzon wirklich den Mord begangen hätte. Denn dann hätte man die eben erwähnte Konfliktsituation lösen müssen und hätte nicht nur an der Oberfläche bleiben können. So aber wurde dem Charakter Dax nicht viel mehr Tiefe gegeben (außer halt diesem Ereignis aus der Vergangenheit und ein paar Informationen über Curzon) und die Frage bleibt im Raum hängen. Sehr schade.

Sowieso hätte diese Episode nur eine weitere Sache benötigt: Eine Nebenhandlung. Wenn währenddessen Chief O’Brien oder Kira gerade noch ein anderes Problem gehabt hätten, dann wäre diese Folge richtig gut geworden. Nur leider scheint man sich hier in der ersten Staffel noch nicht zu trauen, mehrere Handlungen parallel laufen zu lassen.

Diese Folge markiert den bisherigen Tiefpunkt der ersten Staffel. Man kann sie nun schon nicht mehr gut nennen. Was einem hier geboten wird, ist nur noch Durchschnitt und ein Zeichen dafür, dass man Potenzial einfach so liegen lässt, schließlich ist der Ausgangspunkt mal wieder außerordentlich gelungen.

Die Folge ist weder gut, noch schlecht. Durchschnittliche 2,5 von 5 Punkten sind daher angebracht. Ich möchte aber sagen, dass ich, wenn ich schon 45 Minuten meiner Zeit für so etwas aufwende, auch gut unterhalten werden möchte.

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