Der Schädel (von Philip K. Dick)

Conger sitzt im Gefängnis. Er wurde beim Wildern erwischt und büßt nun eine lange Haftstrafe ab.
Ein Polizist besucht ihn und bietet ihm eine Möglichkeit an, frei zu kommen: Er soll jemanden töten.
Conger stimmt zu, obwohl er nicht weiß, wen er töten soll.
Gemeinsam mit dem Polizisten und einigen Soldaten brechen sie in der Hauptkirche der „New Church“ ein. Dort klauen sie den Schädel des legendären Gründers dieser Kirche.
Er propagierte im 20. Jahrhundert eine Welt ohne Krieg. Tatsächlich hat die „New Church“ es geschafft, alle Waffen seitdem aus der Welt zu schaffen.
Die Polizei sieht im Krieg jedoch eine Art „natürliche Auslese“, in der die Armen und Schwachen regelmäßig getötet werden.
Conger soll also in der Zeit zurückreisen und den Gründer der Kirche umbringen…

Diesmal braucht man eine Weile, bis man wirklich begreift, worum es in dieser Geschichte geht.
Vor allem die Rede des Polizisten, die deutlich faschistisch geprägt ist, überrascht, da sie sehr heftig ist.

Die Kurzgeschichte beruht auf jeden Fall auf einer sehr interessanten Idee. Könnte es eine Welt ohne Krieg geben? Gäbe es nach einigen Jahrhunderten tatsächlich viele Menschen, die sich den Krieg zurückwünschten?

Der Einfall ist recht aberwitzig. „Damals in der guten alten Zeit, als es wenigstens noch Krieg gab“, könnte dann einer der Sprüche der ewigen Miesepeter sein.

Am Ende dreht die Geschichte natürlich noch einmal. Im Gegensatz zu den bisherigen Kurzgeschichten endet diese zwar mit einem Tod, aber dennoch positiv, was auch mal ganz angenehm ist.

„Der Schädel“, 31 Seiten, 1952, von Philip K. Dick, erschienen bei Zweitausendeins in der Anthologie „Und jenseits…das Wobb“.

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