Die kleine Bewegung (von Philip K. Dick)

Ein Spielzeugsoldat wird an ein Kind verkauft. Kein sonderlich außergewöhnliches Ereignis oder?
Doch dieser Soldat kann reden und denken. Bobby, das Kind, das ihn gekauft hat, ist sehr beeindruckt und folgt seinen Befehlen. Der Soldat verfolgt einen Plan, der nicht von den Erwachsenen entdeckt werden darf. Diese sieht er nämlich als herrschende Rasse auf dem Planeten, während die Kinder leichter zu kontrolieren seien.
Sein Plan läuft glatt, doch dann bekommt er Konkurrenz von unerwarteter Seite…

Dies ist sozusagen die „Toy Story“ aus dem Jahre 1952. Nur anstatt freundliche Figuren zu sein, verfolgen die Spielzeuge hier seltsame Pläne.
Dick schafft es dabei, wie in den anderen beiden Kurzgeschichten Stabilität und Roog auf wenigen Seiten eine absurd bis witzige Welt zu erschaffen, dieser aber gleichzeitig eine bedrohliche Stimmung zu geben.

So weiß man hier nicht, was genau die Pläne der Figuren eigentlich bezwecken sollen. Das ist aber auch das Schöne an der Kurzgeschichte: Es bleibt der Fantasie des Lesers überlassen, sich die Pläne und die weitere Handlung der Geschichte auszumalen.

Nette Idee, die für das Jahr 1952 geradezu revolutionär sein muss.

„Die kleine Bewegung“, 11 Seiten, 1952, von Philip K. Dick, erschienen bei Zweitausendeins in der Anthologie „Und jenseits…das Wobb“.

Anmerkung: Wie aus den Kommentaren hervorgeht, war die Idee doch nicht soo revolutionär. Es gibt von Hans Christian Andersen ein Märchen mit dem Namen „Der standhafte Zinnsoldat“. Man findet es hier Projekt Gutenberg.
Allerdings verfolgt der Soldat dort keinen undurchsichtigen Plan der Spielzeugwaffen beinhaltet…

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