Die Chemie des Todes (von Simon Becket)

Nach nur sechs Tagen neigten sich meine Bücher dem Ende zu und ich musste mich bei meiner Mutter umschauen. Erstes Funstück: Die Chemie des Todes.

David Hunter bewirbt sich um die Stelle des Dorfarztes im kleinen englischen Dorf Manham. Was möchte der beste forensische Anthropologe Englands als Allgemeinmediziner in einem kleinen Kaff?
Man kann es sich vorstellen: Seine Vergangenheit vergessen, bzw. überwinden.
Nach drei Jahren ist er zwar von der Dorfgemeinschaft noch lange nicht akzeptiert, doch ein Mörder beginnt sein Unwesen zu treiben.
Mürrische Polizisten, ignorante Dorfbewohner und die Liebe begegnen Davi auf der Suche nach dem Mörder…

Wo „Thriller“ drauf steht ist meistens auch einer drin. Das Buch fesselt auf jeden Fall und es gibt trotz der hohen Spannung angenehm wenig Tote.

Allerdings muss man sich an die Ich-Form gewöhnen, was eine Erzählform ist, bei der ich immer etwa 100 Seiten brauche, bis sie für mich ertragbar ist.

Auch sind viele Ereignisse – teils vom Autor so gewollt – vorhersehbar. Natürlich bleibt einem lange Zeit ein Rätsel, wer der Mörder ist. Es gibt eine Vielzahl von Verdächtigen, jeder kann es sein. Kurz vorm Schluss ist die Beweislast dann erdrückend – doch dann ist es doch wer anders. Und – Überraschung – der Täter hatte noch einen Mitwisser, den man gar nicht vermutet hat.
Das alles wirkt ein wenig konstruiert.

Letztendlich ist aber jeder Krimi/Thrilller konstruiert (auch wenn man es nicht merken sollte). Hauptsache, er fesselt und das tut die „Chemie des Todes“.

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