Das Wetter vor 15 Jahren (von Wolf Haas)

„Das Wetter vor 15 Jahren“ ist ein Titel, der nicht sonderlich interessant klingt. Auch die Luftmatratze auf dem Cover macht das Ganze nicht wirklich interessanter. Doch mal schauen.

Eine Literaturbeilage führt hier ein Interview mit dem Autor. Man erfährt so indirekt die Geschichte. Es geht eigentlich um zwei Menschen, einen Herrn Kowalski und Anni, die sich vor 15 Jahren im Urlaub das Letzte Mal gesehen haben. Herr Kowalski macht von sich reden als er in einer „Wetten Das?“-Sendung das Wetter an jedem Tag der letzten 15 Jahre in dem Bergort, in dem Anni wohnt, aufsagen kann. So entdeckt auch der Autor Herrn Kowalski…

Die Idee ist gut. Ein Interview über ein Buch, das es eigentlich gar nicht gibt. Das ist aber so gut gemacht, dass man ein gegenteiliges Gefühl hat.
Blöderweise ist das Ganze nach 100 Seiten stinklangweilig. Wirklich witzig wird es auch nicht und am Ende hat man auch noch ein offenes Ende, sodass man sich gerade durch 100 noch halbwegswitzige und 122 eher stinklangweilige Seiten gequält hat, ohne dass man jetzt erfährt, wie es letztendlich ausgegangen ist. Gut, dafür hat man ja seine Fantasie, aber die könnte man schon anhand der Grundlagen auf Seite 100 losziehen lassen.

Leider ein Buch, das mir gar nicht zusagt. Die Idee mit dem Interview ist klasse und gut ausgeführt, jedoch nach einiger Zeit einfach nur noch langweilig. Eigentlich auch wieder ein gutes Zeichen. Denn das Interview kommt schließlich sehr authentisch rüber. Aber wer liest schon ein 222 Seiten langes Interview mit einem Autor über ein Buch? Wohl eher wenige. Warum das dann über ein Buch lesen, das noch nicht einmal existiert? Und wenn dann auch noch das Ende des Interviews fehlt, hört der Spaß doch irgendwie auf, oder?

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